Fahrradanhänger für Kinder -Ratgeberinfo

Fahrradanhänger sind im Vergleich zu klassischen Fahrradsitzen für Kinder eine wesentlich sicherere Transportmöglichkeit. So kann der Anhänger normalerweise nicht umkippen, falls der Fahrer des Gespanns stürzt. Die Kinder können nicht vom erhöhten Sitz fallen, falls ein Auto auffährt – der Anhänger wird lediglich weggeschoben. Hierbei wird der Fahrradanhänger samt Kind nicht zerdrückt, da die Konstruktion wie ein Kokon beziehungsweise Pufferzone wirkt.

Sicherheit im Fahrradanhänger

Fahrradanhänger-Modelle mit Bodenwanne aus Metall bieten wesentlich mehr Stabilität gegenüber einem Boden aus textilen Materialien. Des Weiteren kann der massive Anhängerboden die Kinder vor unebenen Wegen/Straßen schützen, da auch bei etwas erhöhter Geschwindigkeit Stöße im Inneren keinen Schaden anrichten können. Modelle mit Bodenwanne weisen zwar mehr Gewicht auf, eignen sich deshalb jedoch auch zum Beispiel für den Transport größerer Gepäckstücke. Ein wichtiger Faktor ist speziell der Schutz vor widrigen Wettersituationen.

Achtung: Auch wenn Fahrradanhänger für Kinder komfortabel und sicher sind, jedes mitfahrende Kind sollte grundsätzlich mit einem Helm ausgestattet sein! Kinder dürfen zudem in einem Anhänger erst ab einem Alter von sechs Monaten transportiert werden. Die Altersgrenze liegt bei sieben Jahren.

 

Federung und Fahrstil sorgen für Komfort

Um die Gesundheit des Kindes zu schützen, sollte gewährleistet sein, dass es während der Fahrt ruhig (angeschnallt) sitzen kann. Der Kopf darf dabei nicht locker hin und her baumeln und die Wirbelsäule sollte vor kräftigen Stößen geschützt werden. Aus diesen Gründen ist unbedingt auf eine exzellente Federung des Fahrradanhängers zu achten. Der beste Fahrkomfort ist allerdings nicht allein von der Federung abhängig – der Fahrstil des Lenkers ist ausschlaggebend. Schlaglöcher wie auch Bordsteine sollten wenn möglich gemieden oder mindestens in einem geringen Tempo bewältigt werden. Verfügen die Reifen des Anhängers zudem über eine gewisse Breite und sind nicht prall aufgepumpt, lassen sich Unebenheiten des Bodens/Fahrwegs zusätzlich mindern.

 

Für ausreichend Platz sorgen

Für Babys bis zum neunten Lebensmonat ist ein Hängesitz im Fahrradanhänger wesentlich angenehmer, da zum Beispiel kleinere Stöße so abgefangen werden, als säße das Baby in einer sanft schaukelnden Hängematte. Nach dem zwölften Lebensmonat ist der Hängesitz nicht ausreichend, sodass das Kleinkind im Fahrradanhänger ganz normal mitfahren kann.

Soll ein Fahrradanhänger für Kinder angeschafft werden, ist speziell auf Geräumigkeit zu achten. Da Kinder nicht alle im gleichen Alter gleich groß sind, sollte der zukünftige Passagier beim Kauf anwesend sein und das Gefährt ausprobieren. Kleinere Kids können mit Kopfstützen und speziellen Sitz-Verkleinern ausgerüstet werden, damit kein Haltungsschaden entsteht. Im Zweisitzer-Fahrradanhänger steht zusätzlicher Stauraum zur Verfügung, sodass ein weiteres Kind mitfahren kann. Hierbei ist jedoch die zulässige Gesamtbelastung zu beachten.

Durch die breitere Achse des Zweisitzers kann die Möglichkeit des Umkippens beispielsweise in Kurven fast ganz ausgeschlossen werden. Wird allerdings nur ein Passagier im Zweisitzer-Fahrradanhänger befördert, sollte der Sitz (Schwerpunkt) möglichst mittig positioniert werden. Einsitzer sind im Gegensatz zu Zweisitzern normalerweise leichter und schmaler. Ihre Wenigkeit ist daher für die Nutzung im Stadtverkehr besonders geeignet.

 

Testfahrten ohne Passagier

Innenstadtverkehr oder viel frequentierte Straßen sind jedoch speziell für Anfänger nicht empfehlenswert, da die Kids in Auspuffhöhe sitzen. Das Fahrverhalten der Fahrradanhänger sollte daher vorab auf ruhigeren Wegen überprüft werden, da beispielsweise der Bremsweg eines Kinderanhängers deutlich länger ausfällt und das Fahrgefühl in Kurven verzerrt ist. Der Anhänger kann dabei zum Beispiel mit Zeitungspapier-Stapeln/Getränkekisten beladen sein. Lenker eines Fahrradanhängers darf jede Person sein, deren Alter mindestens 16 Jahre beträgt.