Baby im Fahrradanhänger

Fahrradanhänger für Kinder gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Wer bereits mit Baby im Anhänger unterwegs sein will, sieht sich mit einigen Fragen zum Transport des Säuglings konfrontiert.

Ab welchem Alter

Es gibt keine gesetzlichen Regelungen, ab wann ein Baby im Fahrradanhänger transportiert werden darf. Allerdings ist die Muskulatur des Babys in den ersten Lebenswochen noch nicht sehr ausgeprägt. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper sehr groß und schwer. Das Baby kann ihn noch nicht selbst halten und somit auch nicht vor Erschütterungen schützen. Sowohl Nackenbereich als auch Wirbelsäule sind sehr anfällig für Stöße. Mit Sitzalter ist die Muskulatur soweit ausgereift, um leichtere Stöße aushalten zu können. Durchschnittlich wird das mit etwa neun Monaten der Fall sein. Die generelle Empfehlung lautet aber, ein Baby erst ab 12 Lebensmonaten, wenn es auch im Kindersitz sitzen kann, mitzunehmen. Im Endeffekt bleibt es jedem selbst überlassen, ob und ab wann er sein Baby im Fahrradanhänger mitfahren lassen will.

 

Die Weber-Babyschale

Speziell für kleine Babys bietet Weber eine besondere Babyschale an, mit der der Säugling liegend transportiert werden kann. Sie ist eine Universalschale und passt in jeden Fahrradanhänger. Das Baby wird mit einem Dreipunktgurt gesichert. Die Weberschale dämpft Stöße an der Wirbelsäule und dem Nackenbereich des Babys. Sie kann bis zum etwa neunten Lebensmonat benutzt werden. Für Neugeborene und sehr kleine Babys gibt es zusätzlich einen Sitzverkleinerer, der den Nackenbereich nochmals extra stützt. Hat man einen Fahrradanhänger für zwei Kinder, können sowohl das Baby in der Weberschale als auch ein zweites Kind transportiert werden. Selbst bei Zwillingen können zwei Schalen nebeneinander im Anhänger montiert werden.

 

Gefahren für Babys in Fahrradanhängern

Nach einer Studie von Sportmedizinern müssen Babys in Fahrradanhängern ohne speziell gefederte Babyschalen Erschütterungen des bis zu Zehnfachen ihres Körpergewichtes aushalten müssen. Gerade bei Fahrten über Kopfsteinpflaster oder nicht asphaltierte Wege erleidet der kleine Körper heftige Stöße. Die Auswirkungen können sich erst Jahre später zeigen und gesundheitliche Probleme im Bereich der Wirbelsäule verursachen. Weiterhin ist zu beachten, dass die Babys im Fahrradanhänger sehr weit unten sitzen. In diesem Bereich ist die Belastung mit Feinstaub und Verunreinigungen am größten. Die Kinder sind diesen ungefiltert ausgesetzt.

 

Auf eine gute Federung achten und vorsichtig fahren

Um Erschütterungen und Stöße bestmöglich zu vermeiden, sollte ein Fahrradanhänger gut gefedert sein. Im Idealfall ist die Federung individuell einstellbar. Mit Baby ist es besser nur auf asphaltierten Wegen zu fahren und eher kürzere Touren zu machen. Bei etwas längeren Fahrten benötigt das Baby immer wieder Pausen, um sich bewegen und krabbeln zu können. Zudem ist es sicherer, langsam zu fahren. So kann auf Schlaglöcher oder Unebenheiten besser reagiert werden. Weiter ist es ratsam nicht über die Bordsteinkante zu fahren und lieber abzusteigen und das Rad zu schieben.
Mit dem entsprechenden Equipment kann auch ein Baby im Fahrradanhänger mitfahren. Wenn Sie ein paar Dinge hinsichtlich des Transports und der Ausstattung beachten, wird die Fahrt für alle entspannt und sicher.